Eine Schale Reis am Tag
Endlich sehe ich sie, die Reisfelder Vietnams. Beim Landeanflug auf Ho Chi Minh Stadt ueberfligen wir das Mekong-Delta. Unter uns die Reisfelder in allen Schattierungen von Gruen. Ueberschaubare Parzellen. Rechtecke, wie mit dem Lineal gezogen. Das Bild einer Kulturlandschaft. Im Schwemmland des Deltas wird die Geometrie aus Kanaelen und Feldern nur durch die maeandernden Fluesse gebrochen. Ich begreife die Statistik in meinem Reisefuehrer: Nach Thailand ist Vietnam der zweitgroesste Reisexporteur der Welt.
Nach dem Einchecken im Hotel ist es endlich Zeit fuer eine kleine Mahlzeit. Ich bestelle im Restaurant nebenan, im “Little Saigon”, die beruehmte Schale Reis.
Nicht irgendeine, sondern eine Spezialitaet: Gebratener Reis mit Gemuese im Tontopf.Fuer 20.000 Dong - ohne versteckte Nebenkosten. Einfach nur zwei Mark (Merksatz: Ich decke die letzten vier Nullen mit dem Daumen ab und weiss, was ich umgerechnet zahle. Natuerlich koennte ich auch in Euro denken, aber diese Eselsbruecke mit der alten Mark habe ich mir selber gebaut.) Dazu gibt es eine mit Chilli verschaerfte Soja-Sauce. (oder schreibt man Sosse heute mit sz?)
Die Berliner kennen Reis nur als sogenannte Saettigungsbeilage. Hier in Vietnam ein Genuss. Frueher, so hoere ich, bekam man dieses Gericht auch mit Huehnerfleisch. Aber die Zeiten haben sich geaendert. Die allerorts gefuerchtete Huehnergrippe hat die Essgewohnheiten radikal veraendert.

In der Stadt gibt es kein Gefluegel mehr. Selbst die Singvoegel im Kaefig, die in jedem Restaurant zum typischen Ambiente gehoerten (lt. Reisefuehrer) sind verschwunden. Die runden Vogelbauer liegen unter dem Treppenabsatz und warten darauf, eventuell eines Tages wieder belebt zu werden.
Zur Aufklaerung gibt es sogar einen
Vierfarbendruck (in engl. und vietn.) >>
Vierfarbendruck (in engl. und vietn.) >>
Die Speisenkarte fuer Touristen ist umfangreich. Fuer jeden Geschmack gibt es hier etwas. Die amerkanischen Gaeste am Nebentisch (erkennbar an ihrem Akzent) bestellen Hamburger mit Pommes. Aber bin ich deshalb ein besserer Tourist, wenn ich die gute Kueche der Vietnamesen bevorzuge?
Zum Nachtisch gibt es Papaya mit Limone. Herrlich reif. Nicht zu vergleichen mit den harten, geschmacksneutralen Importen in deutschen Supermaerkten.
Den Goettern bringen die Menschen natuerlich die besten Fruechte als Opfergabe. Der traditionelle Altar darf in keinem Gasthaus fehlen.
.
Der JetLag - sechs Stunden bin ich gegen die Sonne geflogen - macht sich bemerkbar.
Zurueck im Hotel - ein Mittagschlaefchen.
Xin Chao - Hallo
Zum Nachtisch gibt es Papaya mit Limone. Herrlich reif. Nicht zu vergleichen mit den harten, geschmacksneutralen Importen in deutschen Supermaerkten.Den Goettern bringen die Menschen natuerlich die besten Fruechte als Opfergabe. Der traditionelle Altar darf in keinem Gasthaus fehlen.
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Der JetLag - sechs Stunden bin ich gegen die Sonne geflogen - macht sich bemerkbar.
Zurueck im Hotel - ein Mittagschlaefchen.
Xin Chao - Hallo
4 Comments:
Da bekommt man ja richtig Appetitt.
hallo fritz,
das gefaellt mir was du schreibst und ich hab das gefuehl ich bin ein stueck dabei
weiterhin gute reise
jutta
aus swaziland
Hallo Fritz,
bin dabei bei deiner Reise! Und du bist jetzt also schon ein Berliner. Na, ja, wenn du Köln so schnell vergisst...
Bist Du denn jetzt schon an dem Ort, wo du auch arbeiten wirst?
Mir geht's gut, war viel los im All in dieser Woche: Neuer Planet von Bonneren 'entdeckt', Kometenstaub in Münster, Marsräder in Köln entwickelt ...
Weiterhin gute Reise im Land ohne Geflügel
Na, jetzt klappet ja, mit den Kommentaren. Danke sagt Fritz.
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