Freitag, April 28, 2006
Dienstag, April 25, 2006
Montag, April 24, 2006
Von Frankfurt nach Berlin
Mit Verspätung aus Singapur gestartet landet das Flugzeug zu früher Stunde verspätet in Frankfurt. Auf dem Weg zu ihren Anschlussflügen hetzen die mehr als 400 Passagiere aus dem Jumbo alle in eine Richtung: Passkontrolle. Die Menschenmenge staut sich an dem einzigen Schalter der Bundespolizei. Die Pässe werden gründlich kontrolliert (und das ist gut so).
Aber warum ist nur ein Schalter besetzt, frage ich die Beamtin in Grün?
"Wir sind heute morgen nicht unterbesetzt, das ist immer so!"
Nun weiß ich, dass ich wieder in Deutschland bin. Hier wird gespart, vor allem an Personalkosten.
Das Schimpfwort "Deutschland als Service-Wüste" ist augenfällig. Spätestens am Lufthansa-Schalter beim Check-in nach Berlin.

Auch die nationale Fluglinie scheint an allen Ecken und Enden zu sparen – hier Personal. Zwei Frauen (früher sagte man dazu Ground Stewardesse) checken die Passagiere nach Berlin ein. Die Schlange scheint endlos. Der Vergleich mit so genannten Billigfliegern oder Budget Airlines drängt sich auf. Wo ist der Unterschied? Im Service – sicherlich nicht.
Warum, so frage ich mich spätestens an dieser Stelle, warum behandelt der Flughafen in Singapur seine Passagiere so ganz anders?
Der Retro-Schock zeigt mir, dass ich in der Alten Welt wieder angekommen bin.

Zurück in Berlin
Samstag, April 22, 2006
Stopover SINGAPUR
Ein zweites Mal Singapur bringt keine neuen Erkenntnisse. Als Einkaufsparadies bietet die Stadt alles das, was ich schon immer nicht kaufen wollte. Zwischen Louis Vuitton (original) und LV ( copycat) koennte ich waehlen. Dazu muesste ich nur die Strassenseite wechseln. Kaufhaeuser wie das KaDeWe und "Alles-fuer-1Euro" liegen in unmittelbarer Nachbarschaft.Die Uebernachtung im Luxushotel fuer 50 Euro ist nur dann angenehm, wenn man das Zimmer und den Pool auch wirklich nutzen kann. Um 12 Uhr werde ich vor die Tuer gesetzt. Internationaler Hotelstandard. Und nun? Raus in die Hitze. Der Anzug ist zu warm, die schwarzen Schuhe druecken. Bleibt nur die Flucht in eines der der klimatisierten Malls.
Die Rechnung der Fluglinie Singapore Air geht auf: Mit Rabattvouchern gibt es hier und da bis zu 50%. Aber ich brauche keine LV-Tasche. Eine Tasse Kaffee (small) gibt es kostenlos.Der Stadtstaat ist eine wichtige Drehscheibe fuer Touristen, Konsumisten und Kapitalisten aus dem ASEAN-Raum und Australien. Fuer Mitteleuropaeer gibt es aufregendere Drehscheiben. Es sei denn, man ist geschaeftlich in der Region engagiert. Dass die ganz Grossen aus Deutschland von hier aus ihre Asienzentralen schalten, wundert mich nicht. Big Business as usual. Ueberrascht hat mich allerdings das "Erzgebirge-Haus" im Zentrum Singapurs. Die Besucher sind meistens reich und goennen sich Qualitaet aus Europa.

Mich zieht es wieder ins Raffles Hotel. Hier fuehle ich mich wohl. Die restliche Wartezeit bis 20 Uhr vergeht wie im Fluge. Die englischen Kolonialherren hatten hier (1896) erstaunlichen Geschmack. Die Wiederherstellung des Originals zieht Gaeste aus aller Welt in die praechtige Anlage.
Fuehle ich mich als verspaeteter Kolonialist? Keine ernste Frage einhundertundzehn Jahre (2006) spaeter. Heute ist das republikanischer, demokratischer Lifestyle, oder ja? Auch hier gibt es 25 % Nachlass fuer den five o'clock tea. Fuer mich angenehme Wartestunden, angenehmer als in der sterilen Lounge des Airports.
Donnerstag, April 20, 2006
Organisiertes Verkehrschaos
Nun die gute Nachricht: Meine Honda habe ich verkauft.
Das Geschäft war für beide Seiten ein reelles. Ich habe der Verkäuferin/Käuferin versprochen, dass ich sie weiterempfehlen werde. Wir haben uns mit Handschlag verabschiedet.
Mein junger, dynamischer Nachfolger im Büro aus den USA hatte sich für mein Elektro-Fahrrad interessiert, ist aber abgesprungen. Er hat sich ein schnelleres Motorrad gekauft. Meine Kollegen verstehen das. “Schließlich kann er mit einem Fahrrad mit Hilfsmotor bei den Damen wenig Eindruck machen”, höre ich.
Das Privileg der Jugend.
Der berühmt-berüchtigte Straßenverkehr in der Stadt übt einen spielerischen Reiz aus. Jeder Tourist ist fasziniert. Endlich kann man mal so fahren, wie es im überregulierten Westen undenkbar wäre. Das vermeintliche Chaos auf den hiesigen Straßen erinnert bestimmt viele Besucher an das kindliche Vergnügen der
Autoscooter auf dem Rummelplatz.
Cool bleiben, blitzschnelle Reaktion zeigen, Nerven wie Stahlseile, nur nicht zweifeln, wer zuerst zögert, der hat verloren. Und bei all diesen Eigenschaften zeigt der vietnamesiche Verkehrsteilnehmer keine Aggressionen.
Die Straße ist kein Kampfplatz; der andere wird respektiert. Es klingt wie ein Widerspruch, aber das oberste Gebot ist Rücksichtnahme.
Dennoch passieren Unfälle.
Touristen sind leichtsinnig. Im Urlaub gelten andere Spielregeln. Man macht Dinge, die man “zuhause” nie machen würde. Die Tourismusindustrie lebt von dieser Verführung. Das Geld sitzt locker, der Verstand wurde bei der Einreise an der Grenze abgegeben. Endlich - Freizeit und Abenteuer!
Die Verführer stehen bereit: Massage_Nice Girl_Dope_Good Food_Cheap CDs_Games_DVD. An jeder Ecke eine neue Entscheidung.
Rent a Motorbike.
Ein Angebot, so dubios wie all die anderen.
Das Geschäft blüht: Pass hinterlegen. 10 USDollar pro Tag. Los geht’s! Die Frage nach dem Führerschein ist müßig, da ohnehin niemand die ( vorgeschriebene ) vietnamesische Lizenz hat.
Ich habe junge - blonde - Frauen gesehen, die schlingern los, weil sie noch nie vorher einen Motorroller selber gelenkt haben.
Die - blonden - Männer sind da etwas forscher, wenn sie sich auf die Sitzbank schwingen.
Nicht selten, eher häufiger, endet das Abenteuer auf Krücken. Wer, so wie ich, seit drei Monaten das touristische Treiben im Viertel beobachtet, fragt auch schon mal nach.
Die Antwort ist immer die gleiche: Unfall mit dem geliehenen MotorBike.
Mein Mitgefühl ist echt und meine “Gute-Besserung-Wünsche” ehrlich gemeint.
Moderne, nach westlichem Standard organisierte, Kliniken behandeln diese Patienten gerne.
Bargeld lacht, erst die Kreditkarte, dann der OP. Das ist richtig teuer.
Und wer das Kleingedruckte auf der Reiseversicherungspolice bislang nicht gelesen hat, der erfährt einen weiteren Schock.

Ich bin nicht der erste, sicherlich auch nicht der einzige, der darüber schreibt. Eher zufällig finde ich Blogger 'virtualdoung', der seine eigene Geschichte (in englisch) beschreibt.

Sollte ich wieder nach HCMC kommen, habe ich meiner Honda-Verkäuferin versprochen, werde ich mich wieder elektrisch langsam in das organisierte Verkehrschaos einfädeln.
Das Privileg des Alters.
Dienstag, April 18, 2006
10. Congress

Die Farbe ROT
bedeutet Glueck und Erfolg fuer die Menschen in Vietnam
- seit mehr als 2000 Jahren.
Rot ist seit 1945 nicht nur die Revolution, sondern die Farbe aller nationalen Symbole im wiedervereinigten sozialistischen Vietnam.
Der 10te Kongress der Kommunisten Partei Vietnams hat heute in Hanoi begonnen. Bis zum 25. April werden die Delegierten die politischen Richtlinien fuer die Entwicklung der naechsten fuenf Jahre vorgeben.
CPV
Nach meiner fruehen Zeitungslektuere schnappe ich mir den Fotoapparat: Auf der Suche nach
der Farbe Rot. Transparente und Fahnen, Poster und Billboards tauchen die Stadt ueberall in ein leuchtendes Rot.
Sonntag, April 16, 2006
FROEHLICHE OSTERN .....

.... wuensche ich allen meinen Lesern.
Viele haben mir ihre Kommentare persoenlich geschickt.
Grosse Freude.
Ich habe nicht gewusst, wie viele schon einmal in Vietnam waren, aehnliches erlebt haben, und wie viele sich fuer Vietnam interessieren.
So langsam werde ich sentimental. Meine Reis-Reise endet bald.
Mekong-Delta
Das Mekong-Delta ist ein Fluss-Delta ist das Mekong-Delta. Alle Bilder im Kopf finde ich bestaetigt. Nur in Wirklichkeit ist alles noch heisser, schwueler und intensiver. Das Reisen in einer solchen Landschaft ist anstrengend. Die Gelassenheit der Delta-Bewohner uebertraegt sich nicht auf die Besucher.
Der Reiseleiter hat ein Programm. Immer werden wir – freundlich – zum Aufbruch gedraengt, wenn wir uns gerade entspannen wollen.Fast haette ich meinem Phlegma nachgegeben und den Ausflug ins Delta auf meinen naechsten Vietnam-Besuch verschoben. Haetten mich nicht noch zwei Kolleginnen daran erinnert, dass ich bei meiner Ankunft im Februar lautstark verkuendet hatte, neben Saigon unbedingt auch noch das Mekong-Delta sehen zu wollen.
“Wir erwarten dich um 8:20 a.m. am Reisebuero, bei dir gleich um die Ecke!“ Yen laesst keinen Widerspruch zu; ich bin froh, dass mich jemand ans Haendchen nimmt.

Meine Aversion gegen organisierte Besichtigungen hat mich bislang gehindert, selbst aktiv zu werden. Fuer die beiden vietnamesichen Kolleginnen ist diese Fahrt ins Delta ebenso ein Ausflug nach Neuland.
Von HCMC in anderthalb Stunden im klimatisierten Bus nach My Tho, dort Umsteigen in ein Boot, den Mekong aufwaerts in den Urwald aus Palmen.
Von einer “Sehenswuerdigkeit“ zur naechsten, mit vielfaeltigen Einkaufsmoeglichkeiten. “Jetzt fehlen nur noch die Heizdecken!“, hoere ich eine deutsche Stimme in der Gruppe. Dennoch, eine hoechst aufregende Kaffeefahrt bei 35 Grad Celsius.
ICH sehe was, was du nicht siehst.



Ein von Menschen geschaffenes Paradies, in dem alles im Ueberfluss gedeiht und geerntet wird. Reis, Obst, Gemuese, Fisch, Baumaterial ....
Das Wort ’Agriculture’ bekommt hier einen Sinn, im Gegensatz zu anderen Paradiesen (die ich in Afrika gesehen habe) dort aber auf der Stufe des ’Subsistance Farming’.

Im Reisefuehrer steht: Der Besuch im Mekong-Delta ist ein Muss.
Diesmal gebe ich dem Baedeker recht. Nur ist ein Tagesausflug viel zu kurz.
Ein Mekong-Delta ist ein Mekong-Delta ist ein Mekong-Delta.
Mehr in der englisch-sprachigen Zeitung mit Einzelheiten aus dem Programm
Freitag, April 14, 2006
Donnerstag, April 13, 2006
Vollmond im Park
Der Vollmond in der Ho Chi Minh Stadt ist der gleiche wie in Berlin Stadt, nur eben fuenf Stunden fueher. Die Gefuehle, die der Mondschein bei verliebten Paaren freisetzt, sind auch die gleichen.Haette ich meinem Reisefuehrer vertraut, waere ich ziemlich einseitig informiert.
Junge Vietnamesen, so heisst es da, zeigen ihre Gefuehle nicht in der Oeffentlichkeit.
Ich glaube, der Reiserfuehrer muss umgeschrieben werden.
Die zweifelsfrei belebteste Liebesmeile scheint der Central Park zu sein. Unuebersehbar auf meinem Heimweg vom Ben Than Markt zum New World Hotel.

Nicht, dass die Jugendlichen schmusen, sondern wie und wo sie es tun, ist hier auffaellig anders.
Sie sitzen auf ihren Motorrollern!
Am Abend, in der Nacht, am Morgen, zu jeder Stunde steht das Motorrad, der Motorroller, das Moped im Mittelpunkt urbaner Aktivitaeten. Das Fahrzeug scheint allen ein Gefuehl der Sicherheit zu geben. Keine richtige Sicherheit, sondern gefuehlte Sicherheit.
Mit meinen Erinnerungen an die 50er-Jahre in der BRD will ich niemanden langweilen.
Stichwort: Vaters Auto am Wochenende.
Uebrigens hat sich niemand darueber beklagt, dass ich mit meinem Fotoapparat rumgelaufen bin. Sie wussten sicherlich, dass ich ein dezenter Beobachter bin. Liebenswuerdige Menschen!
Mittwoch, April 12, 2006
Plattfuß --- Fortsetzung
Ein guter Flicken haelt ewig. Nur wenn das Gummi drumherum poroes ist, dann muss eine neuer Schlauch eingesetzt werden.Das weiss ich seit heute, denn gestern war der Reifen wieder platt.
Meine Honda ist alt, so ist der Schlauch.
Mein Baumpate
(uebrigens ist dieser Baum der einzige in der Strasse)
faehrt los und kauft einen neuen Schlauch.
Das Auswechseln dauert nicht laenger als gestern.
Seine Frau hat ihm gerade das Fruestuck gebracht. Der oeffentliche Raum ist fuer jeden einsehbar.

Same procedure as yesterday. (Hopefully!)
Dienstag, April 11, 2006
Plattfuß

Zwar hatte ich damit gerechnet, aber dass es so schnell geht, hat mich ueberrascht. Heute war es soweit: Der Vorderreifen war platt!
In einer deutschen Großstadt eine mittlere Katastrophe. Hier in HCMC nicht gerade angenehm, aber kein Problem. In jeder Straße bietet ein Handwerker seine Dienste an. Ich erinnere mich an den kleinen Herren mit Hut, der direkt vor dem Coffee-Shop seine Baumwerkstatt aufgeschlagen hat. Entspannt, bei einem Caffe Latte, schaue ich zu.

Das Loch im Schlauch ist bald gefunden und wird geflickt.
Zwischendurch werden noch anderen Kunden bedient, die nur ein wenig Luft fuer den Reifen brauchen. Schneller als ich meine Zeitung ausgelesen habe, bekomme ich die Erfolgsmeldung.
Da fehlt noch eine Schraube am Sattel.
Alles zusammen: 7.000 VND.
Doch viel wichtiger ist das Gefuehl: Service ohne Stress.
Montag, April 10, 2006
Brillen-Tourismus?
Plötzlich war die Brille weg.
Eine neue muss schnellstens her, ohne geht nichts mehr am Computerarbeitsplatz. Meine Arbeitskollegen wissen Rat. Wir fahren zum Optiker, den Brillenpass habe ich ja irgendwo dabei.
Nach zwei Tagen habe ich eine neue Brille: Mit Gleitsichtgläsern links und rechts, gleiche Stärke wie von der Kölner Augenärztin verschrieben, das Gestell von Seiko mit Schlangenlederetui, Preis 1.545.000 VND.( = 154 DM = 75 Euro)
Meine Verblűffung war mir anzumerken; und wenn man sich in Vietnam ueber etwas Neues freut, dann muss man diese Freude auch teilen. Dezent wurde ich auf diese Tradition hingewiesen. Das gemeinsame Abendessen nach Dienstschluss hat mich dann nocheinmal 500.000 VND gekostet. Die Reistafel war gut, wir haben viel űber Brillen geredet und gelacht.
Meinem Freund und Besucher aus Köln erzähle ich diese Geschichte. Er will es nicht glauben. Er hat fuer seine Brille, vor zwei Jahren in Deutschland, knapp 1000 Euro gezahlt. Er meint, er könne eine neue gebrauchen, zumal die Dioptrien im Lesebereich etwas staerker sein koennten.Wir also hin zu “meinem” Optiker.
Fűr die Untersuchung der Augen mit modernsten Geräten, das Vermessen der Gläser und neuerlichem Anpassen bezahlt er 10.000 VND (eine Mark, umgerechnet}.
Bifocal oder Gleitsicht? - Gleitsicht! - Automatische Verdunklung in der Sonne? - Ja, in braun! - Das Gestell sollte fuer diese Stärke der Gläser schon etwas stabiler sein. - Okay!
Der Optikermeister schaut ihm in die Augen, nimmt Mass.
In zwei Tagen sollen wir wiederkommen, dann sei die Brille fertig.
Preis: 150 Euro mit den Extrawűnschen.
Mein Freund ist ebenso verblűfft wie ich am Anfang. Nicht nur, dass er 850 Euro sparen kann, sondern dass die Anfertigung nur zwei Tage dauert.
Der Schluss ist einfach erzählt. Die Brille ist zum versprochnen Zeitpunkt fertig; sie passt und er kann damit besser lesen. Er zahlt, und trägt das vietnameschische Modell jetzt täglich.
Auf die Frage, wie “die” das machen, kann ich ihm keine Antwort geben. Ich sage ihm aber was ich aus gut informierter Quelle gehört habe.

Die so vermeintlich preiswerten Optiker in Deutschland (mit den Kettennamen von A bis F ) lassen in Asien (Indien) die Brillen anfertigen. Das wűrde auch erklären, warum sie nicht nur billiger sind, sondern auch, warum es soooo lange dauert, bis die Brille endlich abgeholt werden kann.
Noch steht dieser Einkaufstipp fűr deutsche Touristen in keinem vietnamesischen Reisefűhrer. Der Aufschrei der dt. Optikerinnung wäre unűberhörbar. (!)
Apropos Reisefűhrer:Seit einem Monat liegt das neueste SympathyMagazin “Vietnam.Kambodscha.Laos” vor. Zu bestellen beim Studienkreis fűr Tourismus und Entwicklung (3,60 € alles incl.)
http://www.sympathiemagazin.de/sm/sm_vietnam-kambodscha-laos.html
Sonntag, April 09, 2006
Kuerbisreis-Suppe
Vom Familienleben meiner Nachbarn bekomme ich einiges mit. Vieles, nicht alles, findet vor der Tuer statt. Das Maedchen von Gegenueber, Hanah, begruesst mich schon seit laengerem mit Hallo!Ich gruesse mit Xin Chao zurueck.
Heute habe die Mutter gefragt, was in der Schuessel ist, das dem Kind so gut schmeckt.
Reis mit Kuerbis. (Reis - haette ich mir denken koennen.)
Darf ich ein paar Fotos machen?
Klar!

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Freitag, April 07, 2006
Federball

Morgens um 6 ist die Welt vor meiner Haustuer, in der Volkspark-Anlage, noch in Ordnung.
Die Menschen aus der naeheren Umgebung schnappen hier die relativ frische Luft, bevor sie mit ihren Motorrollern die Strassen verstopfen.
Aber nicht nur einfach so, sondern auch hier im Park ist Leistung gefragt: Sportliche Leistung. Hier darf man auch das Hemd durchschwitzen.
Die Alten, die echt Grauhaarigen, bewegen sich so, wie wir uns Thai Chi vorstellen. Jeder hat da so seine spezielle Uebung: Waehrend des Spazierengehns sich hinter den Ohren massieren; mit der einen Hand die Waden klopfen, waehrend die andere den Faecher im Handgelenk rollt; Schulterrollen und Fusswippen kennen wir auch aus unserer Gymnastikstunde.
Oder ein paar Minuten Yoga fuer die Jungen, bevor sie in Chefetage rauschen.

Fasziniert bin ich aber von den Badminton-Cracks, die sich mit allen Tricks die kleinen Federbaelle entgegenschmettern.
Spass an der Freude. Es wird viel gelacht. Keine Verbissenheit.
Mir waere dieses morgendlich sportliche Vergnuegen nicht weiter aufgefallen, haette ich in den Tagen zuvor nicht folgende Meldung gelesen:
Preisexplosion bei den Federbällen
Die Vogelgrippe setzt Österreichs Badminton unter Druck









